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Do It Yourself Branche: Zuwachs für Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte

07. Sep 2007 | Märkte + Macher

Die Kölner BBE legt die nunmehr fünfte Auflage des DIY-Almanachs vor. Der BBE-Branchenreport „DIY – Do It Yourself“ beschreibt die deutsche DIY-Branche in Zahlen und Fakten.

Nach einem negativen Start in das neue Jahrtausend hat sich der DIY-Markt langsam erholt und konnte in den vergangenen zwei Jahren sogar wieder Umsatzzuwächse erwirtschaften. Die verbesserte gesamtwirtschaftliche sowie baukonjunkturelle Lage, das Auslaufen der Eigenheimförderung, die Mehrwertsteueranhebung sowie ein erhöhtes Energieeffizienzbewusstsein führten zu Umsatzzuwächsen, die sich insbesondere bei den Baustoffen bemerkbar machten.
An dieser positiven Entwicklung konnten allerdings nicht alle Vertriebswege partizipieren, so ein Ergebnis des aktuellen BBE-Branchenreports. Im Gegenteil: der Zuwachs konzentrierte sich zum größten Teil auf die Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte, während der traditionelle Fachhandel dagegen weitgehend mit Marktanteilsverlusten zu kämpfen hatte.
Wie die BBE-Experten weiterhin beobachten, lösen sich die Grenzen zwischen den Branchen und Betriebsformen sichtbar auf, Zielgruppen vermischen sich. Sowohl von Seiten der Bau- und Heimwerkermärkte, die sich in Soft-DIY-Segmenten engagieren, als auch von Branchenfremden (zum Beispiel Discountern, Teleshopping) wird diese Entwicklung vorangetrieben.
Die Bau- und Heimwerkermärkte haben sich als dominierende Betriebsform im DIY-Markt etabliert. Der Report widmet deshalb dieser Betriebsform ein gesondertes Kapitel.
Der Markt der Bau- und Heimwerkermärkte ist geprägt durch folgende Faktoren:
* Die deutsche Baumarktlandschaft ist, verglichen mit anderen Ländern, durch ein relativ breites Mittelfeld geprägt. Nichtsdestotrotz existieren Konzentrationstendenzen auch im inländischen Markt.
* Die stark expansive Entwicklung hat zu einer Marktsättigung und einem Verkaufsflächenüberhang geführt. Die anhaltend steigenden Verkaufsflächen bei weitgehend stagnierenden Umsätzen zeigen die Probleme der Branche auf: die Flächenproduktivität sinkt langsam, aber kontinuierlich.
* Auch die Umsatzrenditen haben sich in den letzen Jahren deutlich gegenüber den in den Boomjahren verschlechtert. Nur noch vereinzelt werden Werte von 5 Prozent und mehr erreicht.
* Hauptzielgruppe der Bau- und Heimwerkermärkte sind nach wie vor private Endverbraucher, auch wenn verstärkt (semi-)professionelle Kunden angesprochen werden.
Zu den genannten Faktoren existiert für die Bau- und Heimwerkermärkte ein weiterer, relevanter Gesichtspunkt, der bei den zukünftigen Strategiemaßnahmen zwingend berücksichtigt werden muss: Die mangelnde Differenzierung der Betreibergruppen in den Augen der Konsumenten. Trotz Positionierungsbemühungen der Baumarktbetreiber, stellt sie weiterhin ein großes Problem der Branche dar. Viele Unternehmen werden als Rundumversorger verstanden, die alles „rund um das Haus und den Garten“ offerieren. Verantwortlich hierfür sind die lange Zeit vernachlässigten Bestrebungen hin zu einem einmaligen Marktauftritt, der sich deutlich von dem der Konkurrenz abhebt.
Potenziale im Inland basierend auf Differenzierungsstrategien wurden aufgrund der ähnlichen Marktpositionierung in den Augen der Konsumenten nur äußerst bedingt wahrgenommen. Den Unternehmen steht eine Vielfalt von möglichen Zielpositionen im Markt offen. Dabei existieren mögliche Ansätze zwischen den Polen
- Service und Preis sowie
- Hard-DIY und Soft-DIY

Link: www.bbeberatung.com

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