Inhalte

Umfrage

Investieren Sie in einen eigenen Onlineshop?
Ich habe bereits einen
Nein, ist bei mir nicht sinnvoll
Ich denke darüber nach

Glossare

Glossarsuche

RSS-Feeds

Knigge für betriebliche Weihnachtsferien

15. Nov 2006 | Praxis

Die Adventszeit ist auch die Zeit der Weihnachtsfeiern. Doch gerade hier ist Benimm angesagt. Ein Beitrag von Susanne Helbach-Grosser.

Die passende Kleidung

Einmal ganz anders auftreten als im Geschäft? Das kann interessant sein. Das tief ausgeschnittene Cocktail-Kleid sollte dabei besser im Schrank bleiben. Denken Sie an Ihr mühsam aufgebautes Image. Auch beim Mann kann ein „Rollenwechsel" einiges zerstören. Also Hände weg von allzu Modischem. Falls kein Dresscode auf der Einladung angegeben ist, erkundigen Sie sich bitte an exponierter Stelle, denn underdressed wirkt genauso unpassend wie overdressed. Bleiben Sie komplett angezogen bis der Startschuss zum „Entblättern" fällt. Dann dürfen Sakko und Krawatte abgelegt werden. Das stellt aber die einzige Ausnahme dar. Wer in sein Lieblingsparfüm hineingefallen ist, signalisiert wenig Sensibilität.

Klatsch und Tratsch

Ungewöhnliche Situationen erfordern die passenden Worte, so zieht man sich geschickt aus (fast) jeder Affäre. Doch Vorsicht: alles zur rechten Zeit! Plauderfallen sind pausenlos abgespulte Witze aber auch verletzende Ehrlichkeit, Schaumschlägerei und Angabe. Ihre letzte urologische Untersuchung,

Ihr Liebesleben sowie Ihre Meinung zum Führungsstil des Chefs gehen hier Niemandem etwas an. Vergessen Sie auf Firmenfesten den Streit im Büro. Versprühen Sie einfach gute Laune - Sie profitieren selbst am Meisten davon.

Die Schlacht am Büfett

Die wichtigste Person des Abends (vielleicht der Senior) eröffnet nach dem Startschuss das Büfett. Nicht alle sollten gleich auf Teller und Besteck zustürzen, bitte den Stau im Einbahnverkehr bedenken. Als Grundstellung gilt: Besteck in die linke Hand, einen großen Teller obenauf und dann mit der freien Hand auflegen. Stilvoll im Ablauf wirkt: erst kalte Vorspeisen (Fisch, Salate), dann folgen warme Vorspeisen, Fischhauptgerichte, Fleisch-Hauptgerichte, Käse, Desserts kalt und/oder warm.

Der Tellerrand bleibt dabei frei – nie mehr als fünf verschiedene Speisen aus einer Kategorie auftun. Sie können so oft gehen, wie Sie wollen. Jedes Mal einen frischen Teller und Besteck nehmen zeigt, dass Sie nicht im Wigwam aufgewachsen sind. Stapeln Sie nicht Ihre benutzten Teller, schieben Sie diese lieber zur Mitte des Tisches, falls nicht schnell genug abgeräumt wird.

Sekt oder Selters?

Wir alle wissen, wie wir nach zwei, nach vier und nach sechs Gläsern Wein oder Bier wirken – lieber ein bisschen weniger Alkohol auf der Weihnachtsfeier, obwohl er „umsonst" ist. Spaß haben ist eindeutig erlaubt, aber bitte ohne Nabelschau, Flirt ohne Grenzen und wildeste Zuckungen auf der Tanzfläche – der nächste Montag kommt bestimmt.

Duz-Freunde

Was nachts auf einer internen Feier gilt, hat am nächsten Tag meist wenig Bestand. Der Chef bietet ganz vertraulich das „Du" oder sogar eine Beförderung an. Vermeiden Sie am Montag eine direkte Anrede, bis er von selbst wieder duzt. Souveräne Führungskräfte lassen es erst gar nicht so weit kommen.

Sie haben Ihren Chef auf der Weihnachtsfeier „Schnuckelchen" und Ihre Erzrivalin „blöde Gans" genannt. Was nun? Wenn der Fauxpas gegenüber ranggleichen Kollegen bei ähnlichem Alkoholpegel passiert ist, dann tun Sie am nächsten Tag so, als wäre nichts passiert. Bei Vorgesetzten ist eine Entschuldigung fällig. Aber machen Sie aus einer Mücke keinen Elefanten.

Gesangseinlagen oder andere Spiele, bei denen man sich präsentieren muss, sind für viele ein Albtraum. Wenn es auf der Betriebsfeier brenzlig wird, machen Sie sich unsichtbar. Werden Sie jedoch direkt aufgefordert, gibt es kein Zurück. Schlimmer als eine quietschige Stimme ist das Image des Spielverderbers.

Außerdem noch...

Das Handy bleibt während der Feier aus. Wer andere beschädigt, bekleckert oder beleidigt, leitet schnellstens diskrete Schadensbegrenzungen ein. Sobald Reden gehalten werden, bedient der Service normalerweise nicht weiter: Tellerklappern und Bestellungen aufnehmen stört. Die Nikolausrede sollte keine Generalabrechnung sein – alles Persönliche ist tabu. Während des Essens wird nicht geraucht, wenn Nichtraucher am Tisch sitzen – auch nicht zwischen den einzelnen Gängen, sondern erst nach dem Dessert, bei Büffets wenn wirklich niemand mehr isst. „Stört es Sie, wenn ich rauche?" kommt dann trotzdem gut an.
Bei einer Einladung zur Weihnachtsfeier, besonders wenn Vorführungen stattfinden, ist klar, dass mit 20.00 Uhr auch 20.00 Uhr gemeint ist. Der große VIP-Auftritt durch Zu-spät-Kommen ist einfach out. Bei gleitenden Veranstaltungen ist pünktliches Erscheinen nicht nötig. Generell zeigt Pünktlichkeit, dass Sie nicht nur am Essen und am gemütlichen Teil interessiert sind. Ein Gast sollte die drei Dont’s beherzigen: nicht unaufgefordert an einen Tisch setzen, nicht als erster zu essen beginnen, nicht als erster trinken. Diese Empfehlung kann allerdings bei Großveranstaltungen außer Kraft gesetzt werden.7

Services und Angebote

Anzeige

Banner