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Kosmetik-Branche: Potenziale im Markt

17. Apr 2007 | Märkte + Macher

Die Hersteller von Kosmetik und Körperpflege sehen insbesondere in den Wachstumsregio-nen der Welt große Potenziale für ihr Geschäft. Auf dem deutschen Markt will die Branche mit einer verbesserten Arbeit am POS für Impulse sorgen.

Rund 50 Vertreter aus Handel und Industrie diskutierten auf dem diesjährigen Euroforum Kosmetik in Düsseldorf über Markenstrategien und neue Konzepte. So präsentierte Dr. Scheller-Vorstand Reinhold Schlensok die Expansionsstrategie der Eislinger im Ausland. Insbesondere in Russland, dem Heimatmarkt des Dr. Scheller-Mehrheitsaktionärs Kalina, sieht der Hersteller große Chancen. Über die Muttergesellschaft habe das Unternehmen einen guten Zugang zu dem Markt. „Vor Ort hat es ein Russe einfach leichter als ein globaler Player“, erklärte Schlensok. Der Kalina-Konzern, der in Russland der stärkste lokale Anbieter von Körperpflege ist, bearbeitet den Markt nach Aussage von Schlensok mit rund 1.500 Außendienstmitarbeitern. Davon profitiere auch Dr. Scheller. „Wir haben sehr große Wachstumspläne in diesem Land“, sagte der Manager.
Neben der Auslandsexpansion stand auch die Vorgehensweise bei der Vermarktung eines globalen Produktes im Mittelpunkt der Diskussion in Düsseldorf. Ulrike Vollmöller, Internationale Marketingleiterin Face Care bei Beiersdorf, verdeutlichte die Strategie der Hamburger bei der weltweiten Einführung des Produktes „Nivea Visage DNA-ge“. Die Anti-Aging-Produktserie ist die erste Range, die Beiersdorf in allen großen Märkten der Welt zeitgleich gelauncht hat.
Dabei haben die Hamburger dem Management der einzelnen Landesgesellschaften zwar bestimmte Vorgaben zu Werbeauftritt und Kommunikation gemacht. „Innerhalb dieses Leitfadens haben wir den Teams jedoch den Spielraum gelassen, die Kampagne an die jeweiligen Bedürfnisse der Konsumenten in diesem Land anzupassen“, sagte Vollmöller.
Nicht nur im Ausland, auch auf dem hart umkämpften deutschen Markt sehen die Hersteller von Kosmetik und Körperpflege noch Potenziale. So stellte etwa Guido Tappeser, Vertriebsdirektor von L‘Oréal Paris, neue POS-Lösungen vor, die im deutschen Massenmarkt für zusätzliche Impulse sorgen sollen. Derzeit testet L‘Oréal beim Drogeriemarktbetreiber dm eine „Hautanalyse-Station“, die dem Kunden zusätzliche Beratung bietet sowie Produkte empfiehlt. 7

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