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Postenland: Aktuelles Ergänzungssortiment für kleinere Händler

02. Jun 2008 | Unternehmensportraits

Seit Anfang des Jahres gibt es ein neues Angebot für Postenhändler. Unter dem Namen „Postenland“ haben bekannte Großhändler der Branche ein attraktives, monatlich wechselndes Ergänzungssortiment geschnürt.

Thomas Werther schnürt jeden Monat ein neues Postenpaket für Händler
Thomas Werther schnürt jeden Monat ein neues Postenpaket für Händler



Im Februar 2008 gestartet und mittlerweile mit knapp 70 belieferten Filialen europaweit vertreten! Vom Jahresziel 100 Filialen ist Postenland, das neue Systemangebot für kleine und mittelständische Postenhändler, damit nicht mehr weit entfernt. „Wir haben jetzt das dritte Sortiment in Folge zusammengestellt und sind mit der Entwicklung sehr zufrieden“ so bringt es Thomas Werther, Projektleiter von Postenland auf den Punkt.

Doch wie entsteht eigentlich ein Postenland-Sortiment?
Sobald ein Sortiment abgeschlossen ist und die Werbung steht, wird am nächsten gearbeitet. Jeden Monat erscheint ein neues Sortiment mit 60 bis 100 Produkten aus verschiedenen Sortimentsbereichen. In der aktuellen Ausgabe gibt es z.B. einen starken Schwerpunkt auf Technik- und Hifi-Produkte sowie ein Sommer-Outdoorspecial.

Der Einkaufswert eines Postenland-Sortiments liegt zwischen 2700 und 3000 Euro für den Händler. Die Spanne für den Händler liegt in der Regel um die 100 Prozent. Bezahlt wird die Rechnung 14 Tage nach Erhalt der Produkte – ganz einfach per Lastschrift. „Das ist für alle Beteiligten die einfachste Lösung.“

Wie viele Produkte es dann letztlich sind, hängt von den verschiedenen Verkaufseinheiten ab. „Im Normalfall orientieren wir uns beim einzelnen Produkt an der VE-Menge, in der das Produkt verpackt ist. Nur wenn das aus unserer Sicht gar nicht passt, packen wir das Produkt um.“ So können dann von manchen Produkten auch mal zwei Verkaufseinheiten im Sortiment zu finden sein und von einem anderen nur eine halbe VE. „Entscheidend ist, ob der Händler aus unserer Sicht die Menge innerhalb eines Monats verkaufen kann.“

Aktuelle Sonderposten im Abo
„Wir haben eine Vorlaufzeit von vier bis fünf Wochen“, erklärt Werther. Zuerst werden in einer großen Sitzung mit den Gesellschaftern von Postenland die Produkte für das nächste Sortiment festgelegt. Es handelt sich dabei ausschließlich um aktuelle Sonderposten. „Wir handeln nicht mit Importwaren, außer diese sind wieder als Rest-Posten auf dem Markt“, so Werther.
Die drei Gesellschafter (Grandstocks, Yücel Trading und Textilworld) bringen in das gemeinsame Joint Venture ihre jeweiligen Markt- und Produktkenntnisse ein. Während Yücel Trading vorwiegend Hartware und Elektronik und Textilworld Textilien anbietet, handelt Grandstocks hauptsächlich mit Haushaltswaren und ebenfalls mit Textilien.

Alle drei Anbieter haben eine ausgewiesene Expertise im Umgang und Handel mit Postenware. „Gemeinsam können wir große Mengen einkaufen und zu sehr günstigen Preisen weitergeben – von diesen Einkaufsvorteil profitieren dann letztendlich unsere Postenland-Partner!“, so Werther.

Besonders begehrt sind nach wie vor Markenartikel, die aufgrund von Überhängen oder Produktwechsel zu Schnäppchenpreisen zu haben sind. Wie die aktuelle Alfi-Thermoskanne für nur 8 Euro Ladenpreis oder ein Stepper für 20 Euro, der sonst 59 Euro kostet. Dementsprechend ist die Nachfrage nach Billigartikeln für 50 Cent oder einem Euro eher zurückgegangen. „Den Konsumenten geht es nicht so sehr um den nominellen Preis, sondern eher um die Ersparnis. Sie haben erkannt, dass sie von einem Markenprodukt meist mehr haben als von einem Billigartikel, der nach zweimaliger Nutzung seinen Geist aufgibt.“ Im Durchschnitt liegt der Wert der Produkte bei 6,50 Euro Ladenpreis. „Kleinpreisartikel bringen dagegen in der Werbung rein gar nichts.“

Werbung zieht Kunden in den Laden
Je nach Jahreszeit gibt es einen aktuellen Themenschwerpunkt, wie Outdoor- und Badeartikel zum Sommer oder Produkte zum Schulanfang. Jeder Händler erhält zu dem aktuellen Produktsortiment eine Auflage von 10.000 Werbeprospekten zur eigenen Vermarktung – mit personalisiertem Adresseindruck. „Wir haben einen starken Fokus auf den Verkaufserfolg unseres Partners. Leider wissen gerade die kleineren Händler den Wert einer Werbung noch gar nicht zu schätzen.“ Würde der Händler den Prospekt selbst erstellen, müsste er alleine dafür zirka 800 bis 1200 Euro rechnen. Vom Arbeitsaufwand dafür ganz zu schweigen. „Bis die Fotos erstellt und bearbeitet, der Prospekt getextet, gelayoutet und gedruckt ist, würde der Händler normalerweise zwei bis drei Wochen am Schreibtisch sitzen. Die meisten kleineren Händler machen deshalb nur selten Werbung.“ Gerade deshalb ist auch das Postenland-Angebot für kleine und mittelständische Händler konzipiert.
Das komplette Konzept ist für diese Zielgruppe ausgelegt – und zwar als aktuelles Ergänzungssortiment und Frequenzbringer für den klassischen Posteneinzelhandel, der in der Regel ein Mischsortiment aus Lebensmitteln, Drogerie- und Hygieneprodukten anbietet.
Knapp 40 Kunden mit insgesamt fast 70 Filialen hat Postenland innerhalb der vergangenen drei Monate bereits für sein Konzept gewinnen können. Auch in Ungarn, Österreich und Serbien gibt es bereits Postenland-Kunden.
„Besonders Händler auf dem Land freuen sich über unser Angebot. Denn damit erhalten sie genau den Anstoß, damit ihre Kunden immer wieder in den Laden kommen.“ Und damit die Postenland-Filialen sich im Werbeeinzugsgebiet nicht überschneiden, garantiert Postenland einen Gebietsschutz für die Händler. Je nach Größe der Stadt und dem Einzugsgebiet liegt der Radius zwischen 15 und 30 Kilometern.

Eine aktuelle Karte der bereits belieferten Postenland-Filialen findet sich im Internetauftritt der Firma. Unter www.postenland.de kann sich jeder über das Angebot informieren und nach der nächstgelegenen Filiale suchen.

Preisvorteile ziehen auch weiterhin
Den Trend zum Postenhandel sieht Werther nach wie vor ungebrochen. „Sogar ganz im Gegenteil: Je mehr die Preise im Handel momentan steigen, desto mehr Konsumenten wollen und müssen auf preisgünstigere Angebote ausweichen.“ Deshalb verändert sich momentan das Produktspektrum im Posteneinzelhandel. Waren lange Zeit vor allem Non-Food-Produkte gefragt, so weitet sich das Angebot nun verstärkt auf Lebensmittel und Verbrauchsartikel aus.
In vielen Non-Food-Bereichen ist der Bedarf dagegen gedeckt. Dekoprodukte und alles was die eigene Wohnung schöner macht, wurden in den vergangenen Monaten weniger nachgefragt. Stattdessen kaufen die Kunden verstärkt Haushaltsartikel. „Alles, was wirklich im Haushalt gebraucht wird, läuft bei uns sehr gut“. Allerdings nur, wenn die Qualität stimmt. Denn viele Konsumenten schauen wieder auf die Qualität der Produkte und geben lieber ein paar Euro mehr aus, damit sie ein hochwertiges Markenprodukt erhalten. „Und wenn das dann ein richtiges Schnäppchen war, dann sind doch alle glücklich“, grinst Werther.


Text: Martina Schimmel-Schloo

Link: www.postenland.de

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