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Schmuckwelten, Pforzheim: Einzelhandel mit Erlebnischarakter
Einkaufen soll Spaß machen, dem Kunden ein Erlebnis vermitteln, so die Forderung der Trendforscher. Vorbildlich realisiert haben die Kombination aus Shopping und Erlebnis die Schmuckwelten in Pforzheim. Zentralmarkt hat das Erlebnis-Kaufhaus besucht.
Erst zwei Jahre ist der Pforzheimer Glanzpunkt alt und gilt bereits als feste Größe in der Branche. Sowohl die Besucherfrequenz, mit bis zu 1.000 Personen pro Tag, als auch die Umsätze sind sehr ermutigend. Und die Ergebnisse einer Marktstudie zeigen, dass die Schmuckwelten einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erreicht haben. In der Region lag der Recall-Wert bereits nach einem Jahr bei rund 50 Prozent.
Shopping und Erlebnis unter einem Dach
Dabei legt Schmuckwelten-Chef Georg Leicht großen Wert darauf, dass die Schmuckwelten nicht nur als einzigartiges Einkaufsparadies positioniert, sondern in den gesamten Facetten vorgestellt werden. Denn das Erlebnis-Kaufhaus vereint auf vorbildliche Weise zwei Bereiche miteinander:
- Der Shopping-Bereich: Hier nochmals unterteilt in verschiedene Themenwelten: Die Markenwelt, der Flaggschiff-Store von Juwelier Leicht mit den teuren Schmuck- und Uhrenmarken, die Erlebniskaufwelt, die günstigen bis mittelpreisigen – eher trendigen – Schmuck offeriert und die Branchenwelt, die ähnlich einer Großhandels-Dauerausstellung die Kreationen zahlreicher Juweliere zeigt. Kleiner Unterschied zu den üblichen Ausstellungen: Die Preziosen sind nicht nur für den Fachhandel ausgestellt, sondern können ebenso von Endverbrauchern direkt vor Ort gekauft werden.
- Der Event-Bereich: Wie in einem gut inszenierten Museum kann man hier vieles über Schmuck und Edelsteine sehen, lernen und erleben. Wie entstehen Diamanten? Und wie kommt eigentlich das Gold auf die Erde? In der Schmuckerlebniswelt und in der Mineralienwelt gibt es hierzu Filme, interaktive Präsentationen und Schaukästen. Die Schmuckerlebniswelt kostet im Schnitt 5 Euro Eintritt für den Besucher. Ein angegliederter Souveniershop verkauft zusätzlich hübsche Erinnerungsstücke in Gold oder Silber. Da gibt es goldene Golfbälle, Goldbarren aus Schokolade oder Champagner mit Goldplättchen. Auf der ebenfalls in diesem Bereich angesiedelten Showbühne werden regelmäßig Trendshows vorgeführt.
Von Anfang an wurden in Marketing und Kommunikation Maßstäbe gesetzt. Bereits die fulminante Eröffnungsfeier im Juni vor zwei Jahren - eine Kombination aus Show, Musik und Tanzdarbietungen - begeisterte die rund 10.000 Besucher am Leopoldplatz. Endlich hatte die Schmuckmetropole Pforzheim mit ihrer rund 240-jährigen Tradition mit dem „Schaufenster der Branche“ wieder eine außergewöhnliche Attraktion von nationalem und internationalem Rang. Und das lange verwaiste und baufällige Industriehaus, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Pforzheim, konnte seiner neuen Bestimmung als Anziehungspunkt für alle Schmuckinteressierten entgegen gehen.
Aktionen am laufenden Band
Der Einladung der Miss Schmuckwelten Elena B., die am Eröffnungsabend im goldenen Porsche das „Lebenslicht“ in das verdunkelte traditionelle Industriehaus brachte und damit das neue Event-Einkaufshaus mit einem eindrucksvollen Feuerwerk unter der Lichtkunstinstallation des französischen Künstlers Yann Kersalés eröffnete, folgten in den darauf folgenden Monaten neben tausenden von Besuchern auch eine Reihe prominenter Gäste aus Funk und Fernsehen, wie beispielsweise Natalia Wörner und Ulla Kock am Brink.
Der goldene Porsche, als rollender Botschafter inzwischen ein Wahrzeichen der Schmuckwelten, zeigte sich bereits auf vielen Festivitäten und Events. Der Gold Porsche ist weltweit das einzige Fahrzeug, das komplett mit echtem Blattgold überzogen ist. Zuletzt bekam er sogar noch einen Schwarzwälder Bollenhut aufs Dach gesetzt und fuhr als Wahrzeichen Baden-Württembergs durch Berlin. Zusätzlich gibt es regelmäßig wechselnde Ausstellungen von bekannten Künstlern. Momentan werden Skulpturen von Diane Herzogin von Württemberg vorgestellt. Alle sechs Wochen werden die Exponate ausgetauscht um immer wieder neue Anziehungspunkte für die Besucher zu bieten. Und für Kinder und Jugendliche werden regelmäßig Workshops und Seminare zum Malen und Basteln angeboten. Mittlerweile wird die Location auch gerne für Kindergeburtstage gebucht.
Und natürlich wurde auch der eigene zweite Geburtstag im Juni dieses Jahres gebührend gefeiert. Am Samstag, dem Vortag des eigentlichen Geburtstags mit einem aktionsreichen Familientag, der am Abend in einer Glamour-Party mit einem bekannten DJ aus München mündete.
Die Aktivitäten zeigen Früchte
Und das zeigt natürlich Früchte: Bereits im ersten Jahr kamen um die 300.000 Besucher in die Schmuckwelten. Und viele der Besucher kamen nicht nur zum Schauen sondern auch zum Kaufen. Im vergangenen Jahr wurden die Schmuckwelten mit einem Preis im renommierten Wettbewerb „Stores of the Year“ ausgezeichnet – als wegweisendes, innovatives Shop-Konzept neben bekannten Markenstores wie Hugo Boss, O2 oder dem Welthaus von Peek & Cloppenburg in Köln. Die Auszeichnung für besonders gelungene Ladenkonzepte, getragen vom Hauptverband des deutschen Einzelhandels, prämiert Konzepte die einen hohen Innovationsgrad, besonderen Kundennutzen, einen neuen Erlebniswert und damit eine Leitbildfunktion vorweisen können.
Und das ist nicht der erste Preis, den die Schmuckwelten bereits eingeheimst haben. Für die ausgezeichnete Architektur erhielten das Industriehaus und der Architekt Peter W. Schmidt den Hugo-Häring-Preis. Und die optische und akustische Inszenierung in der Schmuckerlebniswelt wurde mit dem Sinus-Award der Messe Frankfurt ausgezeichnet.
Betrieben werden die Schmuckwelten von der Industriehaus Pforzheim GmbH, einer 100prozentigen Tochter der Sparkasse Pforzheim Calw und dem Bundesverband Schmuck und Uhren.
Daten & Fakten
Die Schmuckwelten Pforzheim sind ein einzigartiges Einkaufs- und Erlebniszentrum für Schmuck und Uhren auf über 4.000 Quadratmetern. Die auf acht Welten basierende Konzeption gliedert sich auf in drei große Einkaufsbereiche - Juwelier Leicht mit der eingegliederten Markenwelt, der vielfältigen Branchenwelt mit ihren rund 150 Vitrinen und dem lifestyleorientierten Erlebniskauf mit der angegliederten Showbühne - in denen über 200 Marken geführt werden - sowie in die Erlebniswelten: Schmuckerlebniswelt, Mineralienwelt, Lichtwelt, Ausstellungen in der Designwelt, komplettiert durch die Goldfantasien, wie Gold Porsche, vergoldeter Radfahrer, Cuvée mit echtem Blattgold, etc.
Martina Schimmel-Schloo
Link: www.schmuckwelten.de
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