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Sommerkleider im Februar und dicke Wollpullover im August – der Modehandel soll aufhören, sich über falsches Wetter zu beschweren, sondern entsprechend der tatsächlichen Temperaturen seine Sortimente bestücken. Das fordert mehr als jeder zweite Kunde in einer aktuellen Befragung von über 7.000 Männern und Frauen der GfK Textilmarktforschung in Nürnberg.
Konkret würden sich knapp 60 Prozent der Kunden ärgern, dass es im August kaum noch Sommerbekleidung im Handel zu kaufen gibt. Das Saisontiming im Modehandel stimme nicht mehr mit dem Kaufverhalten der Kunden überein. So habe auch der Saisonstart gegenüber früher seinen Reiz verloren. Laut GfK-Studie geht weniger als ein Drittel der Kunden gerne zum Saisonbeginn auf Shopping-Tour. Über 70 Prozent kauften Bekleidung spontan. „Gerade die Wetterkapriolen der vergangenen Monate haben gezeigt, wie wenig angemessen das klassische Saisontiming heute noch ist“, so die Studie. Hinzu komme, dass immer mehr Kunden um die frühen Reduzierungen im Modehandel wissen. Mehr als drei Viertel aller Kunden warte darauf, dass die Preise fallen. Zumal Sommer- oder Winterartikel schon dann reduziert würden, wenn sich die jeweilige Jahreszeit von den Temperaturen her gerade erst bemerkbar mache.
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