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Strümpfe für alle: 10 Jahre Stiller Verkäufer

18. Sep 2007 | Märkte + Macher

Der Stille Verkäufer der Firma „Strümpfe für alle“ feiert 10-jähriges Jubliäum.

„10 Jahre und noch kein bisschen aus der Mode. Das wünschen sich wahrscheinlich viele Verkäufer trendgebundener Artikel, die den Kunden zum Griff ins Portemonnaie ermuntern wollen“, freut sich Frank Bergmann, einer der beiden Geschäftsführer der Firma „Strümpfe für alle“.
Denn zehn Jahre lang in einem Markt zu bestehen, der sogar die Branchenriesen zum Umdenken in der Vertriebsstrategie und Preispolitik zwang, das ist ein starkes Stück. Immerhin brachen die Umsätze für hochpreisige Strumpfwaren mit über 30 Prozent Rückgang ziemlich ein.
Dass die Firma „Strümpfe für alle“ trotzdem Erfolg hatte, hat sie vor allem ihrem stillen Verkäufer zu verdanken. Wie so häufig entstand die Idee dazu in einer Umbruchphase. Die Sortimentsbreite wurde damals zusammengeschmolzen und die Logistik mit einigem Aufwand auf sogenanntes Lean Management, also schlankes Management, getrimmt. Die Produktkonzentration hieß: wir machen preisgünstige Feinstrumpfwaren – und sonst gar nichts.
Der stille Verkäufer, der mittlerweile auch markentechnisch geschützt ist, ist ein Präsentationssystem für die eigenen, niedrigpreisigen Strümpfe. „Als Verkaufshilfe bietet er den Interessenten Verkaufsargumente zum Anfassen. Das bedeutet, dass die meist weiblichen Kunden die Strumpfware betrachten, anfassen und prüfen können. Ein enormer Vorteil, denn bei der üblichen Tütenware sucht man meist vergeblich nach einem Handmuster, wo auch das Detail wie ein Bündchen kritisch geprüft werden kann“, erklärt Bergmann. Gleichzeitig werden an den beleuchteten Dekorationsbeinen, die Maschendichte und Glanzstärke sichtbar.
Die bestechend einfache Logik ist, dass der Kunde unter dem Dekorationsbein mit der gezeigten Farbe die entsprechende Ware findet. Je nach Sortiment sind es Kniestrümpfe, Söckchen und Strumpfhosen oder nur Strumpfhosen oder eine andere Kombination. Wird eine Schachtel herausgenommen, rutschen die anderen automatisch nach.
Doch ganz ohne Betreuung funktioniert der stille Verkäufer natürlich trotzdem nicht. „Die Pflege und das rechtzeitige Nachbestellen der verkauften Menge bestimmen schon den Erfolg im Einzelhandel“ stellt Herr Karlheinz Gentsch fest. „Wenn nur noch schwarzfarbene Artikel präsentiert werden und die Kundin im Sommer aber hautfarbene sucht, muss sich der Ladeninhaber nicht über schlechten Abverkauf wundern. Wir sorgen aber dafür, dass der Grundaufwand gering ist, zur richtigen Zeit die richtigen Artikel parat sind, ohne selbst enorme Mengen vorzuhalten. Und wir bieten kostenlosen Schönheitsservice“ unterstreicht der Partner, Frank Bergmann.

Link: www.strumpfkauf.de

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