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Texkon: Trendige Produkte mit Werbeunterstützung

16. Jun 2009 | Märkte + Macher, Unternehmensportraits

Gerade in der Krise sollen Händler mehr werben. Doch was, wenn dafür kein Budget vorhanden ist? Der Großhändler Texkon hat dafür eine Lösung parat und bietet zusätzlich zu den aktuellen Trendprodukten auch den entsprechenden Werbeprospekt zu Selbstkostenpreisen.

Der Texkon-Showroom im Goodies-Center in Ankum
Der Texkon-Showroom im Goodies-Center in Ankum

Texkon wurde im Jahr 1989 gegründet. Die Firma sollte die Beschaffungsgesellschaft für ein, beziehungsweise mehrere Kaufhäuser sein. „Man wollte damals die Vorteile des Großeinkaufs nutzen und deshalb haben sich verschiedene, befreundete Kaufhäuser zusammengetan“, erklärt Geschäftsführerin Andrea Schulz. Doch der Erfolg der Einkaufspolitik zog alsbald weite Kreise und versammelte eine Vielzahl von Kaufhäusern aus ganz Deutschland, die bei Verkaufsmessen und Hotelshows geworben worden waren.
Aus dem intensiven Kontakt mit den Kunden entstand 2002 neben dem wachsenden Großhandel eine neue Firmenpolitik: Das sogenannte „Fix-und-Fertig“-Werbekonzept wurde entwickelt.
Achtmal im Jahr wird seitdem ein mehrseitiger Werbeprospekt mit den aktuellen Angeboten entwickelt und den Kunden zu Selbstkostenpreisen angeboten. „Wenn ein Einzelhändler selbst einen Prospekt erstellt, muss er viel Geld in die Grafik und in den Druck stecken. Bei uns zahlt er nur für den Druck der Auflage, die er selbst für seine Werbung benötigt. Je nach Gesamtauflage sind das zwischen vier und sechs Cent pro Prospekt. Für viele Händler ist das ein echtes Argument“, so Schulz.
Im Interview erklärt Andrea Schulz das Konzept.

Get Flash to see this player. Doch der günstige Preis ist nicht das einzige Argument: „Die Prospekte heben sich in der Zusammenstellung der Produkte, der Aktualität und der Gestaltung deutlich von anderen Anbietern ab. Das Motto ist „Mit Trends & Kults zum Erfolg“. Und das Konzept zieht. Bereits Ende 2004 wurden 1.700.000 Beileger gedruckt.
Gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten sparen Händler gerne an der Werbung. Wohl wissend, dass sie sich damit langfristig ins eine Fleisch schneiden. Doch auch Händler können ihr Geld nur einmal ausgeben. Mit einem Werbeprospekt vom Hersteller schlagen sie deshalb zwei Fliegen mit einer Klappe.

Innovative Produkte sind gefragt
Insgesamt hat Texkon regelmäßig an die 1000 Artikel im Sortiment, die allerdings häufig gewechselt werden. „Manche wechseln nach einer Saison, manche auch schon schneller“, so Schulz. Im Werbeprospekt werden zirka 65 Produkte dargestellt. Es handelt sich um eine bunte Mischung, die aber inhaltlich zueinander passende Produkte auch gut miteinander kombiniert darstellt. Die Bereiche sind Geschenk- und Trendartikel, Haushaltswaren, Spielwaren und Dekoartikel. Als Aufhänger dienen häufig aktuelle Anlässe wie Muttertag, Schulanfang und Weihnachten.
Dabei ist der Händler frei, ob er sich an einer aktuellen Werbeschaltung beteiligt oder nicht – und auch welche Mengen er von welchen Produkten ordert. Er muss nicht mal alle Produkte bei Texkon kaufen. „In manchen Fällen hat der Händler genau das beworbene Produkt bereits bei einem anderen Anbieter eingekauft. Warum sollte er es dann bei uns nochmal bestellen?“ Wichtig ist allerdings, dass der Händler das beworbene Produkt in der angegebenen Qualität vorrätig hat. „Sonst macht er sich bei seinen Kunden sehr unbeliebt. Es wird nämlich sehr gezielt mit dem Prospekt eingekauft. Und wer mit etwas wirbt, was er gar nicht verkauft, macht sich unglaubwürdig!“
Ungefähr die Hälfte der Kunden nutzt diese Form der Werbeunterstützung. Die andere kauft hier und da gezielt aus dem Sortiment ein.
Die Kunden informieren sich im über 250 Quadratmeter großen Showroom in Bad Neuenahr sowie im Goodies-Center in Ankum über die aktuellen und neuen Produkte. Viele Kunden nutzen mittlerweile auch den Texkon-Onlineshop zur Information und zum Bestellen. Einen eigenen Außendienst gibt es bei Texkon nicht. „Das haben wir mal versucht. Aber bei dem ständig wechselnden Sortiment war es sehr schwierig, die Mitarbeiter immer mit den aktuellen Produkten auszustatten.“
Die Kundenstruktur von Texkon ist gemischt. Der Schwerpunkt liegt bei mittelständischen Kaufhausketten mit mehreren Filialen. Doch es sind ebenso kleinere Geschenkartikelläden wie auch Großkonzerne wie Metro oder Markant dabei.

Krise verändert Nachfrage
Doch nicht nur beim Handel verändert die Krise den Bedarf an Produkten und Werbemitteln. Auch der Konsument fragt in schwierigen Zeiten nach anderen Artikeln. „Im Moment sind mehr die Produkte gefragt, die nützlich sind. Wenn es im Geldbeutel eng wird, dann überlegt sich jeder noch einmal mehr, für was er sein Geld ausgibt.“
Reine Spaßprodukte gibt es momentan bei Texkon deshalb weniger. Stattdessen sind pfiffige und innovative Haushaltshelfer, Artikel des täglichen Bedarfs, Deko-Artikel und Spielwaren stärker im Angebot.


Text: Martina Schimmel-Schloo

Link: www.texkon.de

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