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Tragbare Navigationsgeräte verzeichnen einen Rekordzuwachs

13. Mrz 2007 | Märkte + Macher

In Deutschland sind 2006 im Vergleich zum Vorjahr viermal mehr tragbare Navigationsgeräte verkauft worden. In Westeuropa lag der Gesamtabsatz im Jahr 2006 bei 7,6 Millionen Geräten. In diesem Jahr wird diese Zahl schätzungsweise auf 11,8 Millionen steigen. Das sind die Ergebnisse der GfK Marketing Services Deutschland, die den Abverkauf tragbarer Navigationsgeräte in 13 westeuropäischen Ländern ermittelt hat.

Wer sich nicht verfahren will, der  lässt sich einfach vom Navigationsgerät leiten.
Wer sich nicht verfahren will, der lässt sich einfach vom Navigationsgerät leiten.

In Deutschland gingen im vergangenen Jahr zwei Millionen tragbare Navigationsgeräte über den Ladentisch – das sind viermal mehr Geräte als noch 2005. Damit führt Deutschland zwar die Rangliste der insgesamt verkauften Stückzahlen an, liegt aber hinsichtlich des Zuwachses von 300 Prozent hinter Spanien und Österreich auf Platz 3.
Durch den Einfluss der portablen Navigationsgeräte wuchs der Umsatz, der in Westeuropa mit In-Car-Electronics erzielt wurde, dazu zählen zum Beispiel Autoradios, -verstärker, -lautsprecher, Multimedia- und Navigationsgeräte, im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2005 um mehr als 40 Prozent.Insgesamt betrug der durch 7,6 Millionen verkaufte Navigationsgeräte erzielte Umsatz rund 2,8 Milliarden Euro. In diesem Jahr werden voraussichtlich 11,8 Millionen Geräte verkauft werden.Dabei kristallisierten sich im Jahresverlauf zwei saisonale Höhepunkte für das Geschäft mit Navigationsgeräten heraus: zum einen die Sommermonate Juni bis August, in welchen sich vor allem Urlaubsreisende Navigationsgeräte als Lotsen in südliche Länder anschaffen, und zum anderen die Monate vorm Jahresende. Mit etwa 8 Prozent Anteil gehören Navigationsgeräte während des Weihnachtsgeschäfts im Bereich der Unterhaltungselektronik somit zu den bedeutendsten Umsatzträgern.
Wie auch schon 2005 beflügelt der Rückgang der Verkaufspreise die Nachfrage nach den portablen Navigationsgeräten. Am meisten Geld mussten mit durchschnittlich 417 Euro die Schweizer für ein solches Gerät ausgeben, dicht gefolgt von den Österreichern mit 413 Euro. In Frankreich und Großbritannien hingegen lagen die Preise mit 367 beziehungsweise 364 Euro rund ein Fünftel darunter. In Deutschland waren die Geräte mit 351 Euro sogar noch preiswerter.Während des Weihnachtsgeschäfts im vergangenen Jahr sank das Preisniveau in ganz Westeuropa. Verglichen mit Dezember 2005 gingen die Preise ebenfalls zurück: In Deutschland zahlten die Verbraucher durchschnittlich 83 Euro weniger.
In den einzelnen Ländern unterscheiden sich die Anteile der Absatzformen zum Teil deutlich. In Deutschland werden etwa zwei Fünftel der Geräte im Elektrofachhandel verkauft, der damit den bedeutendsten Distributionskanal darstellt. Rund ein Viertel wird über Lebensmitteldiscounter vertrieben, knapp ein Zehntel werden über Versandhäuser, Onlinespezialisten und Kaufhäuser verkauft. In Großbritannien hingegen teilen sich der Elektrofachhandel, der Autozubehör-Einzelhandel sowie Verbrauchermärkte, Warenhäuser und der Onlineversand den Markt der tragbaren Navigationsgeräte zu rund je einem Drittel auf. Mit 47 Prozent spielt in Frankreich der Elektrofachhandel die größte Rolle, gefolgt von Verbrauchermärkten mit etwa einem Viertel und dem Autozubehör-Einzelhandel mit 16 Prozent. In der Schweiz vereinigt der Elektrofachhandel über zwei Drittel auf sich, gefolgt von Verbrauchermärkten, Waren- und Versandhäusern mit einem Fünftel Marktanteil. Mit 87 Prozent werden in Österreich die meisten tragbaren Navigationsgeräte ebenfalls über den Elektrofachhandel verkauft.  

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